Heimatortsgemeinschaft Agnetheln

Agnetheln

Agnetheln (rumänisch Agnita, ungarisch Szentagotha), ist eine Kleinstadt in Siebenbürgen im heutigen Rumänien, 45°58’30” nördl. Breite und 24°37’30” östl. Länge, 441 m ü. M., mit einer Bevölkerung von 12280 Einwohnern (1992).                                                         Sie liegt am Mittellauf des Harbachs.                                                Als wichtigste Ortschaft des Harbachtals, das zwischen seinen bewaldeten Höhen unterschiedliche fruchtbare Böden besitzt und klimatisch rauer ist als etwa das benachbarte Kokeltal mit seinem Weinland, entwickelte sich Agnetheln schon früh zum Zentrum des Handels und damit zur Marktgemeinde, deren Bewohner neben der Landwirtschaft auch Handwerk und Gewerbe betrieben und sich als Ackerbürger verstanden.

Ein alter Heerweg führte von Schässburg und Reps den Harbach entlang durch den Ort nach Hermannstadt; die Verbindung ins Alttal führt über Großschenk (rum. Cincul, ung. Nagysink), das für Jahrhunderte Sitz des Schenker Stuhls war, also der Verwaltungseinheit, zu der Agnetheln gehörte; der Weg nach Mediasch (rum. Medias, ung. Megyes), der nächstgelegenen Stadt, ist heute gleichfalls geteert. Bahnverbindungen bestanden mit Schässburg (rum. Sighisoara, ung. Segesvar) zwischen 1898 und 1968, mit Hermannstadt zwischen 1910 und 2002, jeweils auf Schmalspur, die wegen mangelnder Rentabilität wieder aufgegeben wurden.


(Foto: Gerster)